Geschichte
Das Internationale Keramikmuseum Faenza wurde im September 1908 im Anschluss an die große Internationale Ausstellung zu Ehren Evangelista Torricellis gegründet, bei der die Erzeugnisse vieler italienischer und europäischer Manufakturen zu bewundern waren. Den Ursprung des Museums bildete die Schenkung der Keramiken seitens der Aussteller, und es wurde nach und nach durch weitere Arbeiten bereichert. Den größten Beitrag zu seinem Wachstum lieferte Gaetano Ballardini, der bis 1953 Museumsdirektor war. Im Jahr 1944 erlebte das Institut einen herben Rückschlag, als es durch einen Bombenangriff beinahe vollständig zerstört wurde, mit schweren, nicht wieder gutzumachenden Verlusten bei Sammlungen und Archivmaterialien. „Post fata Resurgo“ lautete das Motto des Wiederaufbaus; mit fester Überzeugung, der Hilfe seiner Mitarbeiter und der Bürgerschaft Faenzas, sowie dank der Unterstützung eines engmaschigen Kontaktnetzes in Italien und im Ausland gelang es Ballardini, die Sammlungen erneut zu ordnen und dem Museumsleben neue Impulse zu verleihen. Das in der Satzung formulierte, ursprüngliche Ziel des Museums – der Erwerb, die Erhaltung und vor allem die Förderung der Keramikkunst – ist bis heute aktuell geblieben.